1944
19. Mai: geboren in Riehen/BS.
1950-63
Fällt in der Schule durch Faulheit, gute Leistungen und rebellisches Verhalten auf („Stört häufig trotz Warnung“)
1963-70
Nach Matur am Humanistischen Gymnasium Studium der deutschen, französischen und italienischen Literatur in Basel, Perugia und Paris.
1966-69
Aufenthalt in Paris. Arbeit als Deutschlehrer und Journalist. Entdeckt den Charme des Barrikadenbaus und verzichtet auf die geplante Unikarriere.
1970
Lizentiat mit „Das Bild der Stadt in der expressionistischen Lyrik“.
1970-72
Journalist und Uebersetzer bei der Basler Nationalzeitung.
1972-75
Parteisekretär der POCH Zürich. Niggi Scherr heiratet (1972):
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.pdf Dossier (pdf) (83 KB)Konspirative WGs (1973):
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.pdf Dossier (pdf) (638 KB)Ein Abhörprotokoll (1973):
.pdf Dossier (pdf) (170 KB)Niggi Scherr wird bei der Stasi denunziert (1973):
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1975-79
Redaktor und Administrator POCH-Zeitung.Scherr kommt auf die Liste der Staatsfeinde Kat. II (1976):
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1978
Rückt als POCH-Vertreter im Kreis 4 für den Schriftsteller Walter Mathias Diggelmann im Stadtzürcher Gemeinderat nach.
1980
Berufsverbot als Journalist, knapp ein Jahr arbeitslos. Schreibt mit KollegInnen ein Buch zur Schweizer Ausländerpolitik („Basta!“) und engagiert sich im Kampagnen-Ausschuss der Mitenand-Initiative.
1980-88
Gewerkschaftssekretär bei der Gruppe Fernsehen Zürich des Syndikats Schweizerischer Medienschaffender (ssm).
1983
Wahl in den Kantonsrat. Zieht den Gemeinderat vor und tritt nach sieben Sitzungen zurück.
1980-90
Mitinitiant und führender Exponent verschiedener Bürgerinitiativen gegen Stadtzerstörung: „Verein pro Stauffacher“, „Verein Limmatparking nie!“, „D’Kaserne für Züri“, „Alle gegen das Unding“ (HB Südwest/Eurogate).Aktion gegen das Limmatparking (1980):
.pdf Dossier (pdf) (363 KB)Nachdemo 1. Mai 1982:
file Fiche (jpg) (29 KB)Bespitzelte Sitzung der Aktion Atomstopp (1986):
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.pdf Dossier (pdf) (57 KB)Das Henkerhaus wird besetzt (1987):
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1988
Sekretär für Oeffentlichkeitsarbeit, ab 1996 Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverbandes Zürich.
Wohnungsnotveranstaltung und - demo des MV (1989):
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1990
Nach Auflösung der POCH Wiederwahl in den Gemeinderat auf der Liste der AL.
1990/91
Mitglied der gemeinderätlichen PUK „Politische Polizei in der Stadt Zürich“, verfasst mit Peter Niggli den umfangreichen Schlussbericht. Mitinitiant von „SoS – Schweiz ohne Schnüffelstaat“. Später Ausschuss-Mitglied des Archivs Schnüffelstaat Schweiz.
1989-92
Mitglied der vorberatenden Kommission zur Zürcher Bau- und Zonenordnung und Ausschuss-Mitglied des Abstimmungskomitees zur BZO.
1992
Mitinitiant und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Drogen-Legalisierung (DroLeg-Initiative).
1995-98
Ausschussmitglied und Präsident der Stadtentwicklungskommission des Gemeinderats.
1998-2002
Mitglied Rechnungsprüfungskommission, Referent Industrielle Betriebe.
1999
Die auf Anregung von Niklaus Scherr lancierte AL-Initiative zur Verbilligung der Krankenkassenprämien wird mit 51.3% Nein knapp verworfen. Eine zweite, durch eine Mitte-Links-Koalition lancierte Initiative kommt im September 2001 durch: rund 100'000 Personen mehr erhalten ein Prämienverbilligung, ein Drittel der Haushalte muss keine Kinderprämien mehr bezahlen.
1999-2002
Führender Kopf der erfolgreichen Kampagnen gegen die Privatisierung des städtischen und des kantonalen Elektrizitätswerkes (Juni 2000 und Juni 2001) und gegen das eidgenössische Strommarktgesetz EMG (abgelehnt September 2002).
2002, 2006 und 2010
Eröffnet als Alterspräsident die Legislaturperiode des Zürcher Gemeinderats.
2002-2010
Mitglied der Kommission Tiefbau und Entsorgung/Polizei/Industrielle Betriebe, 2008-2010 als Vizepräsident.
2006
Mitinitiant des Referendums gegen den Gestaltungsplan "Stadtraum HB" (heute: Europaallee).
2008
Mitinitiant des Referendums gegen den Bau der Neufrankenschneise im Langstrassenquartier.
2008-2009
Koordinator des Referendums gegen die biometrischen Pässe im Kanton Zürich.
2009
Niggi Scherr geht nach 21 Jahren Arbeit beim Mieterinnen- und Mieterverband Zürich in Pension.
2009-2010
Inspirator von satirischen Gegenkampagnen gegen die Minarett- und die Ausschaffungs-Initiative.